Meer, gesundes Essen und guter Wein für echte Gourmets

Über 400 gastronomische Lokalitäten sind auf der Insel verstreut, mit Speisen, die zutiefst gekennzeichnet sind vom Gebiet der Urgemeinden und natürlich Gerichte für jeden Geschmack bieten.

Ein Tisch in einem Restaurant. Es ist bereits Abend. Im Hintergrund das Ticken der Gabeln und der Klang der sich brechenden Wellen an der nahen Küste. Ihr dreht euch auf eurem Stuhl um und spürt eine leichte Brise, die vom Strand hinüber weht und euer Gesicht streichelt. Auf der Insel Elba ist dies nur eine der möglichen Szenarien für diejenigen, die auch am Tisch unvergessliche Momente verleben möchten. Das milde Klimas und unzählige landestypischen Gerichte lädt regelrecht dazu ein, die Abende zu Tisch zu verbringen. Restaurants direkt am Meer, malerische Lokale versteckt in der Altstadt, Pizzerien, Steakhäuser und die typisch italienischen Teigfladenverkäufer: wer die Wahl hat, hat die Qual.

„Was darf`s sein bitte?“. Unsere Antwort auf diese schicksalsschwere Frage lautet: probiert die Orte, in denen ihr euren Urlaub verbringt. Die Insel Elba hat ein breitgefächertes Territorium, typische Produkte und einmalige Rezepte, und es wäre eine Schande, dies nicht auszukosten. Wenn ihr in den Gegenden rund um Rio Marina oder Rio Elba nächtigt, solltet ihr sichergehen, dass euch der Stockfisch „alla Riese“ oder aber die sburrita (eine Heringssuppe) nicht entwischen. Der Nachtisch ist fast schon Pflicht: die schiaccia briaca, ein landestypischer Kuchen mit Pinienkernen, ist mit einem leckeren Glas des elbanischen Weines Aleatico zu genießen.

Wenn ihr euch aber in der malerischen Gemeinde des Porto Azzuro aufhalten solltet, dann ergötzt euch an den reichen gegrillten Schalentieren mit ihrem deliziösen und freigiebigem Geschmack, ganz wie die Seele der Insel. Und wenn es schnell gehen soll, empfehlen wir euch die „gorani impastellati“, kleine Fischchen im Teigmantel: eine Köstlichkeit, die ohne Besteck genossen wird. Und am Abend, wenn ihr euch eine echte Leckerei gönnen wollt, macht doch einfach bei einem Teigfladenverkäufer halt und genießt einen leckeren Pfannkuchen mit Nutella. Natürlich gehört dies nicht zu den typischen elbanischen Gerichten, aber es wird euch elbanischer machen, denn die Inselbewohner sind kleine Naschkatzen: nicht umsonst findet man diese Köstlichkeit fast an jeder Straßenecke.

Und in Portoferraio dürft ihr euch auf keinen Fall das risotto al nero di seppia (Tintenfischrisotto), den polpo lesso (gekochter Oktopus), eine wahre Institution, oder das fritto misto (verschiedene frittierte Fischsorten), natürlich im örtlichen Olivenöl frittiert, entgehen lassen. Wer die bekannten Tauchplätze Elbas öfters besucht, weiß bereits, wovon die Rede ist.

In den altertümlichen Gässchen von Capolivieri werden euch ausgezeichnete frische Fischgerichte serviert, begleitet von landeseigenen Ölen und Weinen. Probiert doch einfach die penne in barca (ein Nudelgericht) oder aber für die Pizzaliebhaber unter euch die frutti di mare. Wenn euch die „linguine alla margherita“ auf der Speisekarte neugierig machen sollten, seid vorsichtig: dies ist eine typische Speise, die abhängig macht!

Wenn ihr durch die entspannenden Straßen der Burgen der Gemeinde Campo dell`Elba schlendern solltet, empfehlen wir euch mindestens einmal von der cacciuccio, eine von Elba neu interpretierte Fischsuppe zu kosten. Ihr solltet wissen, dass auch Personen, die es für eine Zeitverschwendung hielten, am Tische zu verweilen, von dieser speziellen Fischsuppe angenehm überrascht und überzeugt wurden: die Rede ist hier nicht von einem gewöhnlichen Touristen, sondern von niemand anderem als Napoleon! Er blieb, so wird zumindest erzählt, von diesem Rezept wie vom Blitz getroffen. Außerdem solltet ihr die palamita sott`olio (Pelamide in Öl eingelegt) ausprobieren, ein Aushängeschild der Insel, und die corollo, eine Art Kringel mit einfachen und unverfälschten Zutaten, ganz im Sinne der Tradition.

Aber auch Marciana hält einige Überraschungen bereit. Wenn ihr die Insel zur richtigen Jahreszeit besuchen solltet, dann solltet ihr euch in die Wälder wagen: seid ihr Pilzliebhaber? Augen auf, denn ihr könntet einige reichhaltige Steinpilze und Pfifferlinge entdecken. Aber auch geschmacklich einzigartige Kastanien, die von der Nähe zum Meer profitieren, gibt es zu finden. Ihr könnt sie gekocht, gebraten oder aber in einer eigens dafür bestimmten Pfanne, der castagnaccio, zubereiten: eine wahre Delikatesse! Und nicht zu vergessen der gurguglione, eine schmackhafte Gemüsebeilage die euch zurück zu den Ausflügen der sarazenischen Piraten versetzten wird. Und zuletzt die schiacciunta, ein knuspriger Kuchen aus Mürbeteig, dünn und zuckerig.

Zu guter Letzt erforschen wir die Seeburgen der Marciana Mariana, wo ihr ohne Zweifel von den unwiderstehlichen Düften der landestypischen Bäckereien angelockt werdet. Hier werden noch immer die „gallette“ hergestellt, die unentbehrlich sind für die Zubereitung der frischen „panzanella“, eine Brotscheibe mit Öl, Salz, Essig, Tomaten und Kräutern, typisch elbanisch eben. Um euren Heißhunger zu stillen, könnt ihr ein Mittagessen auf der Grundlage von Tagliatelle oder Pappardelle, natürlich ganz frisch mit dem Nudelholz zubereitet genießen. Entlang der Küste laden unzählige historische Restaurants zu diesen typischen Gerichten ein.