Rio Marina, die strahlende Küste

Die deutlichen Spuren des vergangenen Bergbaus dieser zauberhaften Landschaft, eingeschlossen zwischen Meer und Gebirge, sind heute zu einer touristischen Sehenswürdigkeit von großem Interesse geworden.

Der Ort Rio Marina liegt auf der Ostseite der Insel Elba und ist liebevoll in einer kleinen Bucht eingefasst, umgeben von Hügeln deren Erde, rot aufgrund des Eisenoxyds, Zeuge einer an Erzvorkommen reichen Vergangenheit ist.

In diesem Teil der Insel hat die Eisenförderung der Bergwerke bereits bei den antiken Etruskern stattgefunden und war zusammen mit dem Seewesen bis vor einigen Jahrzehnten die vorherrschende Aktivität der Bewohner. Aktuell ist diese Vergangenheit der Erzvorkommen in Rio Marina zu einer wichtigen Sehenswürdigkeit für den Inseltourismus geworden. Das hat dazu geführt, dass die Küste von Rio Marina bis Cavo „die strahlende Küste“ genannt wurde, zu Ehren des traumähnlichen Schimmerns des schwarzen Erzstaubes, welcher an einigen Stränden zu finden ist und deren Aussehen kennzeichnet.

Da kommen einem die Verse des lateinischen Heldengedichts Eneide di Virgilio in den Sinn, in dem das reiche Erzvorkommen der Insel Elba gepriesen wird: „Ast Ilva […] Insula inexhaustis Chalybum generosa metallis […]“, besser gesagt „aber Elba […] eine Insel reich an Bergwerken mit einem unerschöpflichen Eisenvorkommen“ (Eneide, Buch 10, Vers 146-214).

Heute ist Rio Marina ein für die Bedürfnisse der Touristen gut ausgestatteter Badeort. Die Gemeinde wurde 1882 gegründet und löste sich somit von Rio nell`Elba und erlangte dadurch seine Unabhängigkeit.

Vom Hafen aus gibt es eine gute Verbindung zum Festland-alternativ zum Hafen Portoferraio- und es gibt zudem den Hafen Porto di Cavo, der mit Portoferraio und Piombino verbunden ist.

Es gibt viele Orte in Rio Marina zu entdecken, die von historischem und kulturellem Interesse sind: unter ihnen die Kirche Chiesa di San Rocco, der aus dem 16. Jahrhundert stammende Turm Torre dell`Orologio oder der Torre degli Appiani, die Festung Forte del Giove oder Giogo. Besonders erwähnenswert ist aber der Parco Minerario dell`Isola d`Elba, mit seinen atemberaubenden Erzwerken unter freiem Himmel, und natürlich nicht zu vergessen das Museo di minerali e di arte mineraria.

Von besonderem historischen Interesse ist auch der Palazzo di Pons de l`Hérault- auch wenn er aktuell unbegehbar ist- der den Namen vom Direktor der Bergwerke in der napoleonischen Zeit erhielt. Dieser ist dadurch bekannt geworden, sich der Forderung des Kaisers widersetzt zu haben, über die „Kasse“ der Bergwerke zu verfügen.

In der Gemeinde von Rio Marina befindet sich ebenso das Dorf Cavo, welches auch über einen Fußweg, welcher zu einem Pfad mit dem bedeutungsvollem Mausoleo Tonietti führt, zu erreichen ist. Weitere Orte sind Capo d`Arco und Ortano.

Auch die Insel Isola di Palmaiola gehört verwaltungsmäßig zum Gebiet von Rio Marina.