Geschmackserfahrungen auf der Insel Elba

Kulinarische Traditionen, ob aus dem Meer oder vom Land, die von jahrhundertlangen Einflüsse und Aufeinandertreffen der Mittelmeervölker berichten. Eine intensive gastronomische Erfahrung um in das Wesen der Insel abzutauchen.

Elbas Küche ist nicht besonders ausgeklügelt; man findet einfache und altertümliche Rezepte, die mittels der Produkte, die das Land zu bieten hat, oft neu überarbeitet wurden. Das ist der Grund, warum es oft so scheint, einen leichten Minzduft  in den Speisen wiederzuerkennen: es handelt sich um die Bergminze, die hier selbstständig wächst und dazu benutzt wird, den Speisen einen eigenen Geschmack zu geben. Auch Myrten-und Wacholderbeeren geben vielen Fleisch-und Fischgerichten einen unerwarteten Geschmack. So auch die Kapern, die sogar zwischen den Klüften der Medici Festungen In Portoferraio wachsen. Überzeugt euch selbst.

Neuinterpretationen „made in Elba“ zum Kosten. Die bekanntesten typischen elbanischen Rezepte wie das Heringsgericht sburrita, der gurguglione (Gemüseeintopf) und der Kuchen schiaccia briaca stammen ursprünglich aus Spanien und dem Morgenland. Die überlieferten Rezepte sind jedoch nicht original. Das kommt daher, dass während der spanischen und berberischen Herrschaft die Köche nicht alle nötigen Lebensmittel fanden und daher auf die Produkte der Insel, die sich am besten für die Gerichte eigneten, zurückgreifen mussten. So entstanden ganz neue und exquisite Mischungen.

Elbanische Produkte höchster Qualität. Wenn euch ein Elbaner von seiner Insel berichtet, tut er dies nicht ohne ein Schimmern in den Augen. Er wird euch erzählen, wie vortrefflich das Obst sei und dass ihr Elba auf keinen Fall verlassen dürft, ohne es gekostet zu haben. Auch wenn die Liebe zu unsere Insel unser Urteilsvermögen etwas beeinflussen könnte, solltet ihr wissen, dass der Aleatico dell`Elba (einer der besten elbanischen Weine der nur auf der Insel und in Gradoli hergestellt wird) von der Marke DOCG („kontrollierte und garantierte Herkunftsbezeichnung“ Anm. d. Übers.) anerkannt wurde. Und das ist nicht alles: der Rosmarinhonig Ballini hat den Nationalen Wettbewerb von Montalcino als bester Honig Italiens gewonnen. Es ist also ein Muss, diesen speziellen Honig zu kosten.

Warum behaupten wir eigentlich, dass in all unseren Produkten ein Hauch von Meer steckt? Natürlich geschieht dies nicht, weil die meisten Produkte auf frischgefangenen Fisch basieren, sondern weil das Meer einen speziellen Einfluss auf das Klima unserer Insel hat. Dadurch kommt es oftmals zu unerwartete Überraschungen wie zum Beispiel blütenreiche Mimosen im Januar. Zudem gibt dieses spezielle Klima auch Obst, Gemüse und Wildpflanzen eine besondere Note. Ihr werdet einen ganz neuen und unerwarteten Geschmack in unseren Weinen, Ölen, Gemüsen und überhaupt allen denkbaren Lebensmitteln finden… Ausprobieren und Staunen!

Die elbanische Gastronomie, ein Gedicht in ständiger Evolution. Es gibt eine Neuheit, die langsam aber allmählich Fuß fasst: das elbanische Bier. Ihr könnt zwischen den vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen eines mit Bergminzgeschmack probieren. Oder lieber Kastanienbier? Oder lieber mit Honiggeschmack (elbanisch versteht sich!). Neugierig geworden? Es geht noch weiter: oftmals, wenn sich das Abendessen dem Ende neigt, wird in den lokalen Restaurants ein Gläschen Likör serviert. Limoncino, Arancino, Meloncino, Mirto… die Restaurants mit der besten Ausstattung werden euch eine üppige Auswahl an Likören anbieten. Unser Tipp: jeden Tag einen anderen ausprobieren, ohne natürlich zu übertreiben!