Elba: Meer, Erde, Wind und antike Völker

Die außergewöhnliche Vielfalt des Ambientes von der Insel Elba spiegelt seine historische Komplexität wieder, und umgekehrt. Eine unerwartete Synergie die Sie überraschen wird.

Es heißt, dass Aphrodite aus dem Schaum des Tyrrhenischen Meeres auftauchte um den geliebten Eros am Ufer zu erreichen; die Perlenkette, die sie von Paris bekommen hatte, verlor Sie dabei.  Sieben dieser Perlen gingen nicht unter, sondern blieben an der Wasseroberfläche und bildeten die sieben Inseln des toskanischen Archipels. Unter ihnen ist die Insel Elba: ein großer Felsen in Form eines Fisches, der  in Richtung Westen schwimmt, in üppigem Grün und voller Leben, mit einem Herz aus Edelmetallen und Edelsteinen. Die Legenden und die Taten der Menschen sind immer noch der Dreh- und Angelpunkt der Insel, der rote Faden, der Natur und Geschichte vereint und ein perfektes Beispiel für die bezaubernde Macht ist, die Elba hat.

Die alten Völker und der florierende Handel. Vor  rund 4.000 Jahren besiedelten die ersten Menschen die Insel, aber erst mit den etruskisch-römischen Völkern, die über die Handelsrouten nach Elba gelangten, wurde die Insel den kontinentalen Ansprüchen angepasst: Kastanienwälder, wichtig für Häuser-und Schiffsbau sowie für die Versorgung der Kohlenmeiler; Weinberge und Anpflanzungen auf jedem Hügel und in jedem Tal reichen bis fast zum Meer hin; Residenzen, Festungen auf Anhöhen und Villen. In ebendiesen Villen erlebten die Amphoren ihre Glanzzeiten; heute können sie, nachdem sie nach unglückseligen Reisen auf dem Meeresgrund wiedergefunden wurden in den Museen der Insel bewundert werden.

Vom Mittelalter bis zur Renaissance,  unter der Bedrohung durch schwarze Segel. Die maurischen Piraten, die von Algerien und von der Türkei aus in See stachen, haben im Laufe von fast tausend Jahren Elba und das Archipel attackiert und in Brand gesetzt. Zahlreiche Buchten und Strände, heute bekannt für ihre natürliche Schönheit, konservieren immer noch die Erinnerung an die blutigen Ereignisse: von Cala Rossa in Barbarossa zum Strand dell'Innamorata, der die Geschichte von Maria und Lorenzo und ihrer jungen Liebe erzählt, die von den Sarazenen zerstört wurde.
Viele  Festungen wurden angelegt, um den Bedrohungen durch die Piraten standzuhalten. Heute sind diese glorreichen Gebäude, die mit Fels und Granit verschmolzen sind, Teil der Insel selbst geworden, und Sie sollten einen Besuch dieser Festungen nicht verpassen: Vom Volterraio bis zum Turm von San Giovanni und zur befestigten Zitadelle von Portoferraio, einem unglaublichen Beispiel der Renaissance- Architektur, erbaut von Cosimo I. de Medici, der sie „Cosmopoli“ taufte und mit Wällen und Verteidigungssystemen ausstattete, indem er die natürliche Beschaffenheit des Gebietes nutzte.

Napoleon, Kaiser der Insel. Ein paar Jahrhunderte später konnte der korsische Tyrann sich hier eine Pause von seinen Kriegen gönnen und wieder zu Kräften kommen, von der Süße der Landschaft und der unberührten Natur verzaubert. Er restaurierte Villen, wie die Villa dei Mulini in Portoferraio oder die Villa von San Martino und dachte dabei an seine Schwester Paulina. Auch das Theater dei Vigilanti und zahlreiche Gärten bereicherte er mit Zitrusfrüchten und exotischen Pflanzen. Aber zum napoleonischen Erbe gehören auch Schulen, neue Kulturen, administrative und gesellschaftliche  Elemente, die dazu beigetragen haben, die Liebe des elbanischen Volkes zu erobern und das Landschaftsbild nach dem kontinentalen Einfluss neu zu gestalten.

Zeitgeschichte und kriegerische Auseinandersetzungen. Eine strategisch günstige Lage und die Möglichkeit, Waffen und Munition durch seine Eisenressourcen zu produzieren, waren die Hauptgründe für die logistischen Belange der europäischen Rüstung während der letzten beiden großen Kriege. Zeugnisse dafür sind die Tunnel zwischen Procchio und Biodola, die Geschützstandorte von Capo Poro, die wirklichen und eigentümlichen militärischen Strukturen wie  Kasernen und Pulvermagazine von Capo Enfola, die Ampeln von Chiessi und Monte Grosso ... Bei einem Spaziergang entlang der  Pfade stoßen wir auf Mauern , die im Laufe der Jahre mit Moos bewachsen und gealtert sind, getränkt mit Geschichten von Soldaten, Generälen und Bauern, die mit Eseln Wasser und Lebensmittel brachten. In diesem Zusammenhang wird auf  "Millelire" hingewiesen, einen Esel aus Campo, der eine Art Instanz auf den Kaps um den Golf war, an den am 17. Juni 1944 das anglo-amerikanische Militär anlegte, um Elba zu befreien. Sie können die Somareria von Elba wieder zum Leben erwecken, indem Sie an den zahlreichen Exkursionen, die auf der Insel veranstaltet werden, teilnehmen…Einen Tag lang “im Eselstempo“ entlang der historischen Routen.

Mythen, Legenden und Geschichten sind verflochten mit dem Meer, der mediterranen Macchia, den Steinen und den Wegen. Elba ist mit einer großen Vergangenheit behaftet, die zu erzählen und wieder zu erleben ist. Langsam wird es Ihnen gelingen, die Geschichten, die der Wind flüstert, zu erfassen. Und so wie es den ersten Bewohnern der Insel ergangen ist, werden auch Sie, verzaubert von ihren zahlreichen Schönheiten, nicht mehr von ihr lassen können.