Giglio, die Insel der Tempelritter

Von einer romantischen Stimmung durchdrängt, fast schon magisch, erzählt uns diese Insel vom Meer und vom Wind, von einer üppigen Natur und granitartigen Klippen, von Seeufern und Tempelrittern.

Fahren wir also am Toskanischen Archipel gemächlich entlang, zeigt sich uns die Insel Giglio wie ein Amphitheater voll pastellfarbener, bunter Häuser, überragt von Wachtürmen und umgeben von Mittelmeerwäldern.  Ein poetischer und hoheitsvoller Anblick, der euch euer Herz und eure Seele noch vor der Ankunft erquicken lässt.

Die zauberhafte Insel Giglio, die zweitgrößte nach Elba. Aufgrund ihres Naturbestandes, die Insel steht unter dem Schutz des Nationalparks des Toskanischen Archipels, wird sie als Gegend unter speziellem Schutz angesehen. Eine gebirgige Landschaft, reich an Granitfelsen, deren Hauptgipfel der Poggio della Pagana mit 496 Metern Höhe und die zwei  Bergwipfel der Castellucci mit 470 Metern Höhe sind: Lieblingsziele für Wanderer.

Und die Anreise? Ihr müsst einfach nur die Fähre ab Porto Santo Stefano nehmen und in weniger als einer Stunde Fahrt seid ihr bereits in Giglio Porto, eines der drei bewohnten Zentren der Insel und möglicherweise das erste, zurückzuführen auf die Römerzeit. Graziös und mit einem reichen Nachtleben während der Touristensaison, wird die Insel von dem antiken  Turm Torre del Saraceno und von den zwei Leuchttürmen am Pier beherrscht. Von hier aus kann man zu Fuß die Hauptstrände erreichen: Cannelle, Caldane und Arenella. Und Campese findet ihr im Westen. Und warum nicht von Elba aus los? Eine Karte in den Rucksack und auf zu einer vergnüglichen Tagesexkursion, in der ihr die Eigenarten der Insel Giglio entdecken könnt!

Eine kleine Insel mit einer Vielzahl an Stränden. Lange Küstenstreifen mit feinsten Sandstränden, aber auch intimere Buchten in wilder Natur versunken, die man über charakteristische Saumpfade erreichen kann. Auch wenn es bewohnte Orte gibt, ist das Territorium der Insel zu 90 Prozent unberührt, ein harmonisches Zusammenspiel aus Wäldern, großflächigen Kiefernwälder, Terrassierung von Ackerland- seit der Antike wurde hier Wein angebaut- und felsigen Umgebungen: ihr könnt so Plätze von seltener Schönheit erreichen und die spektakuläre Sicht auf die anderen Inseln des Archipels genießen. Oder ihr entdeckt, mit einer Karte der Insel bewaffnet, als einzige Besucher einige versteckte Fleckchen der Insel… Ein unbezahlbares Gefühl.

Giglio Castello, eine mittelalterliche Burg von bedeutender und mysteriöser Schönheit. Hauptfigur in diesem Szenarium ist die Rocca Pisana mit ihren gewaltigen Mauern. Die Atmosphäre ist die des XII. Jahrhunderts: ihr durchlauft die Laufgräben, schaut verstohlen durch die Sehschlitze, steigt die Wachtürme hinauf und stellt euch die aufregenden Schlachten unter dem Angriff grausamer Seeräuber vor. Fesselnd auch die Kirche Chiesa di S. Pietro Apostolo aus dem XV. Jahrhundert, reich an wertvollen artistischen Werken. Zudem werden hier die Überreste des San Mamiliano, der sehr von den Inselbewohnern verehrt wird, aufbewahrt. Alternativ könnt ihr auf die Jagd nach historischen Geheimnissen auf den Spuren der Tempelritter im Kloster San Giovanni gehen.

Giglio Campese, das Schmuckstück der Insel. Dieses zauberhafte Städtchen zum Golf des Campese hin ist charakterisiert durch Klippen und durch den Turm Torre di Campese aus dem Jahre 1700, berühmt für ein tragisches Zurückdrängen der Piraten im letzten Angriff von 1799. Nach der Öffnung der Pyrit-Bergwerke 1938 begann sich der Ort zu bevölkern. Als die Bergwerke aber 1962 schlossen und die Wirtschaft von der wachsenden Tourismusindustrie verdrängt wurde, begann sich der Ortsteil Giglio Campese zu entwickeln und wurde somit zum Zentrum für den Tourismus der Insel. Ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr von hier aus eine Exkursion starten oder aber lieber faulenzt und bequem auf einen Liegestuhl einen Longdrink schlürfend wollt.